NACHDEM RESTEXEMPLARE AUS ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ BEI UNS EINGETROFFEN SIND, KÖNNEN ALLE AUSGABEN DER JAHRE 2016 UND 2017 WIEDER BESTELLT WERDEN.



TUMULT HERBST 2018

»Das alte Europa hat alle Schreckgespenste, die es selbst hervorgebracht hat, überwunden: die Sklaverei, den Faschismus, den Kolonialismus und den Stalinismus – nur von einem Fluch konnte es sich nicht befreien: von seiner Selbstverachtung. Dabei ist das schlechte Gewissen kein Schuldgefühl angesichts eines bestimmten Verbrechens. Vielmehr ist es für viele zu einer Identität geworden, für die von der eigenen Vergangenheit Erschütterten wie ein zweites Zuhause, ein bequemes Refugium, um sich von unserem Jahrhundert loszusagen. (...) Aber ein Kontinent, der sich selbst nicht liebt, kann auch nicht von anderen geliebt werden und befindet sich in moralischer Hinsicht auf dem Weg in den Untergang. Er kann von anderen kolonisiert werden, weil seine Geisteshaltug ihn kolonisierbar gemacht hat. Wir ergötzen uns an unserem Verschwinden und präsentieren diese Selbstauslöschung auch noch als Beweis für eine große Luzidität. (...)
        Wenn wir unsere Geisteshaltung nicht ändern, werden wir von einer wilden, unaufgeklärten Kultur, die gleichzeitig aber auch dynamischer ist als die unsrige, verdrängt werden und im Laufe des nächsten Jahrhunderts von der Bildfläche verschwinden. Niemals zuvor in der Geschichte waren wir sowohl unserem Untergang als auch unserem Wiedererwachen so nahe.« (Pascal Bruckner)

 

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung schlägt Schneisen in die subventionierte Wirklichkeit, sorgt für Belichtungen von toten Winkeln der Wahrnehmung und öffnet Landschaften der Poesie.

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung durchmisst die Räume des Politischen, erforscht die
Lebenswelt Netz, informiert über Die Bewirtschaftung der Zukunft und sucht Das Gespenst Sexualität heim.


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Umfang: 112 Seiten
Preis: 10,00 Euro (D) 10,50 Euro (A) 12,00 SFR (CH)
Format: 20 x 28,6 cm


Erscheinungsdatum: 6. September 2018
Pressecode: 4-198745-410003-03
Vertriebsinformationen: siehe hier ☛

TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung erscheint vier Mal im Jahr, und zwar jeweils im Frühjahr (März), im Sommer (Juni), im Herbst (September) und im Winter (Dezember). Verleger und Inhaber der Zeitschrift ist der Verein Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT
e. V.
, Dresden. Näheres siehe Menüpunkt FÖRDERVEREIN

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Ein Register aller bisherigen Themen der Ausgaben 2013 bis 2018 können Sie  ☛ hier als PDF herunterladen


INHALT

21 Bilder von Christoph Draeger
 
Frank Böckelmann – Auf der Realitätsflucht  ☛ PDF


SCHNEISEN

Jonathan Meynrath – Vor aller Augen und jenseits aller Vorstellung  Über die letzten Tage Europas
Alexander Meschnig – Eine neue Form der Kolonisierung?
Pascal Bruckner – Wer sind unsere Feinde?  Aus dem Französischen von Stefan Barme
Johannes Eisleben – Waffensysteme des 21. Jahrhunderts: reloaded
Michael Esders – Gut ist mehr als wahr  Über die Moral des diskursvermeidenden Erzählens

 

DAS DOKUMENT

Bernd Hüppauf – Hexenjagd oder Suche nach Gerechtigkeit?  Die Causa Avital Ronell aus einer Innenperspektive  ☛ PDF

 

RÄUME DES POLITISCHEN

Angela Wierig – Die Diktatur der braven Menschen  Als Nebenklägervertreterin im NSU-Prozess
Santiago Ewig – Was es heißen kann, ein Deutscher zu sein
Boris Blaha – Der falsche Bürgerkrieg
Florian Gärtner – Die Lage und ihre Negation Entgründung à la Habermas

LEBENSWELT NETZ

Michael Hummel – Die künstliche Intelligenz als neues Grenzland  Die »Manifest Destiny« des Silicon Valley und der Aufbruch in das »posthumane« Zeitalter


MASSENZUWANDERUNG

Astrid Nestvogel – Verwandtenehen Muslimische Inzucht und Behinderung
Thomas-Jürgen Muhs – Überlegungen zur demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren

 

BELICHTUNGEN

Rainer Paris – Ein Graffito Analyse einer Entgleisung  ☛ PDF
Rolf Kühn – Die nicht zurückverfolgbare Spur des Erinnerns an Gewalt Zur Ästhetik des Holocaust-Mahnmals in Berlin
Stefan Barme – Kulturrealismus oder Warum erschlaffen die Künste?

 

LANDSCHAFTEN

Timo Kölling – Der Irrsinnige / Umkehr
Benjamin Jahn Zschocke – Unter den Augen des Stiers Einakter
Siegmar Faust – Verwundet vor einem Wunder In memoriam Wolfgang Hilbig
Hans Willenberg – Eigenartigkeit Väter  ☛ PDF
Till Röcke – Befreiung
Takasaki – 7564,1 / 7549,1 / 559,7 103

 

RÜCK-BILDUNG

Josef Kraus – Vergeigte Bildung: Eindrücke – Erkenntnisse – Einwände  Teil 5: Die selbstvergessene Bildungsnation  

 

 

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